Studie "Arbeiten von Zuhause"

Die DSTG Rheinland-Pfalz führte im Juli 2020 eine Umfrage in der Finanzverwaltung Rheinland-Pfalz hinsichtlich des Arbeitens von zuhause durch. Anlass war, dass die Corona-Pandemie eine massive Ausweitung der Arbeit von zuhause erforderte.

Überraschenderweise konnte die Finanzverwaltung ihre bisherige Leistungsfähigkeit sogar noch steigern.

Das hat die DSTG veranlasst, dieser Tatsache auf den Grund zu gehen.

Die zum Download verfügbare Auswertung schildert den Umfrageverlauf und zieht die Schlussfolgerungen daraus.

Die Studie wurde aktuell dem Finanzministerium sowie den beiden Landesämtern LfSt und LfF übergeben. Wir haben die einmalige Chance, die Arbeitswelt der Finanzverwaltung so zu revolutionieren, dass am Ende für alle Beteiligten ein vorteilhaftes Modell der mobilen Arbeit entsteht. Dies soll das gemeinsame Ziel sein.

Viel Spaß beim Lesen der Studie.

Ein Download der Studienergebnisse im PDF Format ist hier möglich!

Unsere Forderungen

Mobiles Arbeiten

Die Befragung zeigt deutlich, dass ein Großteil der Kolleginnen und Kollegen das mobile Arbeiten mit Präsenztagen in der Dienststelle sowie der Möglichkeit des flexiblen Arbeitens von zuhause aus präferiert. Dies bringt verschiedene Vorteile mit sich: einerseits kann die Arbeitszeit effizienter gestaltet werden, da Störungen vermieden werden können.

Des Weiteren geht der Wegfall von langen Anfahrtswegen mit mehreren positiven Eigenschaften einher: Es wird Zeit eingespart (Effizienz), Fahrtkosten reduziert (Ökonomie), ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet durch die Reduktion von Emissionen (Ökologie) und das Risiko von Wegeunfällen vermindert (Prävention).

Hierbei muss berücksichtigt werden, dass ein funktionierendes Team die Voraussetzung für ein flexibles Arbeitssystem ist und die sozialen Kontakte und Beziehungen im Arbeitskontext nicht vernachlässigt werden dürfen.

Sich hieraus ergebende Möglichkeiten zur Planung von Raumeinsparungs- und Desksharing-Konzepten sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten und erfordern genauere strukturelle Analysen unter Einbindung der Personalvertretung.

Somit ergeben sich folgende Ansatzpunkte:

  • Telearbeit mit all ihren Bedingungen muss überarbeitet und vereinfacht werden.

  • Ein verbindliches Konzept für die neue Form des Arbeitens muss erstellt werden.

  • Einen Tag in der Woche, an dem das Team komplett im Amt ist (für Besprechungen Schulungen oder ähnliches).

  • Ausbildung der Anwärter darf nicht auf einigen Schultern pro Bezirk lasten.

  • Jedem Bediensteten ist auf Wunsch die Möglichkeit zu gewähren, (teilweise) von zuhause aus zu arbeiten (sofern keine dienstlichen Belange dagegensprechen).

  • Die E-Akte muss mit Hochdruck vorangebracht werden.

  • Ein Druckkonzept muss erstellt werden. Die Tendenz muss weg vom Papier gehen im Einklang mit der E-Akte.

Arbeitszeit

Wir fordern eine Flexibilisierung der Arbeitszeit durch die Erweiterung des Gleitzeitrahmens auf 6:00 - 19:00 Uhr.

Technische Ausstattung

  • Erstellung eines Hardware-Konzeptes für das mobile Arbeiten:
    Eine Verdopplung der Arbeitsplätze (Heimarbeitsplatz und Arbeitsplatz im Amt) wird aus Haushaltsgründen nicht möglich sein. Eine Lösung könnte die Beschaffung von Notebooks in ausreichender Zahl sein (NRW hat beispielsweise 25.000 Notebooks für das mobile Arbeiten angeschafft).

  • Möglichkeit des Druckens im Remote-Betrieb ohne Belastung der Kolleginnen und Kollegen in der Dienststelle.

  • Telefon: eine Weiterleitung aus der Gruppe ist technisch momentan nur bei Telearbeit möglich. Erweiterung auf „normale Rufumleitung“

  • Der Gesetzgeber soll eine steuerliche Pauschale für Kosten des mobilen Arbeitens schaffen.

  • Kein Wegfall von Arbeitsplätzen durch Abmietungen von Büroräumen.

Übergabe der Studie im Finanzministerium

Stefan Bayer übergibt Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg die Ergebnisse der Studie

Gruppenbild im Innenhof des FM

v.l.n.r. Sascha Dietz, Zentralabteilungsleiterin Ute Hahnwald, Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg, Markus Stock, Stefan Bayer

Übergabe der Studienergebnisse im Landesamt für Steuern

v.l.n.r. Präsident des Landesamtes für Steuern Stephan Filtzinger, Jens Vernia, Stefan Bayer, Claudia Rüdell, Sabine Westhoff und Richard Oswald

Übergabe der Studienergebnisse im Landesamt für Finanzen